Um die Situation der Flüchtlinge in Königsberg ging es am Mittwoch im Saal der evangelischen Kirchengemeinde Königsberg bei einem Informationsabend. Eingeladen dazu hatte das Landratsamt Haßberge mit den beiden Integrationsbeauftragten Siza Zaby und Markus Grebien. Mit dabei auch Katrin Ruppert vom Diakonischen Werk Haßberge. Die Begrüßung übernahm Pfarrer Peter Hohlweg, der sich über den Besuch der Königsberger und der Familien aus Syrien erfreut zeigte. Die Einführung in den Abend lag in den Händen von Siza Zaby. Diese informierte zunächst über die derzeitige Situation im Landkreis Haßberge und in Königsberg.

Hier leben zur Zeit drei Familien mit insgesamt 16 Personen, alle aus Syrien. Bevor Fragen zu deren Situation beantwortet wurden, zeigte Herr Hajin die Geschichte und derzeitige Situation seiner Heimat Syrien, das durch die dort herrschenden Kriegszustände sehr gelitten hat, an Hand vieler Bilder auf.

In der sich an den Vortrag anschließenden Fragerunde wurden alle Fragen von verschiedenen Seiten offen beantwortet. So unter anderem auch warum vor allem junge Menschen das Land verlassen. Um dort nicht, bedingt durch die unterschiedlichen Machtverhältnisse, gegen eigene Landsleute kämpfen zu müssen, so dazu eine Antwort. Außerdem sei die Gefahr für ältere Menschen und Kinder auf dem gefahrvollen Weg nach Europa viel zu groß.

Angesprochen wurden auch die derzeitigen Verhältnisse in Syrien, die sehr unklar seien und kein geordnetes Leben ermöglichen würden.

Trotzdem zeigte sich in dem Gespräch bei den meisten Bereitschaft wieder in die alte Heimat zurück zu kehren. Zur Zeit sei die Situation dort aber zu unsicher.

Fast alle in Königsberg wohnenden Asylsuchenden bemühen sich die Deutsche Sprache zu lernen und nehmen an Kursen teil. Dabei gebe es verschiedene Stufen, deren Abschluss Voraussetzung für berufliche Maßnahmen und Weiterbildung seien.

In Königsberg fühlen sich, so die drei Familien Familien, nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten, inzwischen sehr gut integriert. Das wurde auch seitens der anwesenden Königsberger einhellig bestätigt. Diese ließen sich dann auch ein von den syrischen Familien zubereitetes Buffet mit Speisen ihrer Heimat schmecken. Weitere interessante Gespräche beendeten einen harmonischen informativen harmonischen Abend.

gs