Man soll mit Superlativen vorsichtig umgehen. Aber hinsichtlich des Auftrittes des Nachwuchschores der Regensburger Domspatzen am Samstag in der Marienkirche in Königsberg ist die Aussage „Qualitativ höherklassig“ durchaus angebracht. Beeindruckend war das Programm, das die über sechzig jungen Sänger in ihrem Weihnachtskonzert unter Leitung des jungen sich stets sehr zurückhaltenden Dirigenten Max Rädlinger boten. Das mit viel Sorgfalt ausgewählte Programm wies weihnachtliche Lieder aus unterschiedlichsten Stilrichtungen, Zeitepochen und Sprachen auf. Stimmlich stets klar, die Höhen und Tiefen voll meisternd, die Lautstärken eindrucksvoll umsetzend, ausdrucksstark und klar verständlich absolvierten sie ihren Auftritt. Einfühlsam begleitet von Theresa Seethaler mit der Violine und Birgit Brückelmayr am Klavier.

Beeindruckend auch das Verhalten der Zuhörer in der Marienkirche, die fast bis auf den letzten Platz besetzt war. Fast atemlos, voll konzentriert, mucksmäuschenstill verfolgten sie rund 90 Minuten lang die Gesänge des Chores und drei eingeschobene Gespräche von Jugendlichen über die Bedeutung und den Ursprung von Weihnachten, um am Ende des Konzertes in einem tosenden Beifall ihren angestauten Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Beeindruckend auch die Marienkirche, die mit ihrer einzigartigen Akustik nicht nur die Sänger unterstützte sondern damit auch den Zuhörern einen klanglich musikalischen Genuss bot. Insgesamt ein Konzert, welches die Zuhörer in weihnachtliche Stimmung versetzte und ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

gs