Einmal zu Beginn eines neuen Jahres lädt die BRK-Bereitschaft Hofheim-Königsberg ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ein, um auf das vergangene Jahr zurück zu blicken, ihnen für ihren Einsatz zu danken und langjährige Mithelfer zu ehren. Am Vormittag des Dreikönigstages konnte Bereitschaftsleiterin Anne Grimmer dazu im Rot-Kreuz-Haus in Hofheim dazu viele Gäste, darunter auch Kreisgeschäftsführer Dieter Greger, Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck und später auch Ehrenkreisbereitschaftsleiter Manfred Biertempfel willkommen heißen.

In alphabetischer Reihenfolge informierte sie dann über die regulären Aufgaben der Bereitschaft, beginnend mit der Ausbildung. „Stillstand ist Rückschritt, und das können wir uns nicht leisten!“, meinte sie dazu. Da war im letzten Jahr der Datenschutz ein ganz großes Thema. Diese Fortbildung müssen alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter absolvieren. Damit haben wir im letzten Jahr begonnen und werden es im kommenden Jahr soweit fortsetzen bis alle Mitarbeiter geschult sind. Die Ausbildung reicht zudem von der Fortbildung der ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden im Sanitätsdienst, in der Technik zum Küchentechniker bis hin zum Betreuungsdienst und der satzungsmäßigen Aufgabe der Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe. Auch müssen regelmäßig Fortbildungen für die Helfer bei Blutspendeterminen durchgeführt werden. Insgesamt wurden 2018 dafür 379 Stunden aufgewendet.

54,5 Stunden mussten im vergangenen Jahr für die Absicherung von Festen und Veranstaltungen geleistet werden, für Arbeiten im Büro 33,5 Stunden, denn „auch vor dem Ehrenamt hat die Bürokratie nicht Halt gemacht“. Viel Zeit, insgesamt 771 Stunden, musste für die insgesamt 23 Blutspendetermine 2018 (Hofheim 12, Königsberg und Aidhausen je 4, und auch weiterhin zum Glück in Burgpreppach 3) von den Helferinnen und Helfern aufgebracht werden. Einsätze, bei denen die Hilfe der Bereitschaft benötigt wurde, waren es 2018 insgesamt zwei, die mit 69,5 Stunden zu Buche schlugen. Der Flohmarkt in Königsberg anlässlich des Weihnachtsmarktes will jedes Jahr vorbereitet und durchgeführt sein. 222 Stunden waren dafür das letzte Mal notwendig.

Anne Grimmer konnte noch mit weiteren Zahlen aufwarten. So mit 59,5 Stunden, die anfielen, wenn die Küche der Bereitschaft für Veranstaltungen angefordert wurde, mit 203 Stunden für die Altkleidersammlung, die 2018 durch einige junge Leute aus der Haßfurter Verwaltung Unterstützung fand, bei der die Helfer leider aber immer weniger werden, mit 278 Stunden für die Betreuung des Museums in Hofheim, dessen Besichtigung sehr empfohlen wird, mit 148,5 Stunden für die Öffentlichkeitsarbeit (Besprechungen und Sitzungen), mit 230 Stunden für Organisation, und mit 288 Stunden für das Pfingstfest in Königsberg.

Ein ganz großer Stundenbrocken waren 2017 wieder die Rettungsdienststunden. 5500 kamen da zusammen. In diesem Dienst werden sehr viel ehrenamtliche Stunden geleistet. Ohne diese Unterstützung des Ehrenamtes wäre dieses tolle Hilfeleistungssystem, so Anne Grimmer, nicht aufrecht zu erhalten.

Weitere Punkte mit viel Zeitaufwand, die sie ansprach, waren die Seniorenbetreuung in Königsberg und Hofheim mit 471 Stunden und der Königsberger Weihnachtsmarkt - in diesem Jahr zum ersten Mal ohne Eintopfangebot - für den 2018 wieder 133 aufgewendet werden mussten. Wobei hierbei Manfred Biertempfel seit nunmehr 36 Jahren, also seit dem ersten Weihnachtsmarkt, ununterbrochen aktiv dabei ist. Er beginnt mit seinen Vorbereitungen immer bereits im Januar in seiner Werkstatt, wo er viele weihnachtliche Objekte für den Verkauf am Markt bastelt.

Insgesamt 8600 Stunden sind 2018 zusammen gekommen, meinte Anne Grimmer zum Schluss: „Das habt ihr alle - jeder nach seinen Möglichkeiten - geschafft. Dafür möchte ich mich nochmal ganz herzlich bedanken.“

Auch Kreisgeschäftsführer Dieter Greger bedankte sich in einem kurzen Grußwort für das große Engagement aller und besonders bei Bereitschaftsleiterin Anne Grimmer. Für die Zukunft forderte er eine weitere Schärfung des Profils des BRK, welches eine Vielfalt von Angeboten böte für welche besonders junge Menschen begeistert werden müssten.

Urkunden und Präsente gab es dann im Anschluss an die ehrenamtlich in der BRK-Bereitschaft Hofheim-Königsberg Tätigen, die an der Ehrung teilnehmen konnten.

Für 5 Jahre wurden geehrt: Christina Ulbrich, Cornelius Schmitt und Hanne Mann

Für 25 Jahre: Manuela Bock und Reiner Hülbig

Für 35 Jahre: Barbara Geißler

Für 45 Jahre: Dieter Schüler

Mit den Ehrungen und einem kurzen Ausblick auf 2019 war der offizielle Teil beendet. An ihn schloss sich ein gemeinsames Mittagessen an.

gs